Kategorien Gedenkveranstaltung

Außerhalb der NS-„Volksgemeinschaft“ – Das Zwangsarbeiterlager am Roten Berg

27. Januar 2026   20:00 Uhr - 21:30 Uhr
Stadthaus Ulm


Überblendung des Lagerplans des Stadt­planungsamts Ulm vom Juli 1941 mit heutiger Bebauung am Roten Berg. Stadtarchiv Ulm, B 632/2 und Geodaten­portal Ulm. Umsetzung : Lioba Geggerle.

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz des Ulmer/Neu-Ulmer Arbeitskreis 27. Januar

Begrüßung: Katrin Albsteiger, Oberbürgermeisterin der Stadt Neu-Ulm und Martin Ansbacher, Oberbürgermeister der Stadt Ulm

Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurden bis zu 20.000, überwiegend aus Osteuropa stammende, junge Menschen gewaltsam nach Ulm und Neu-Ulm verschleppt. Ihre Arbeitskraft sollte hier ausgebeutet werden. Die Menschen wurden zur Arbeit in Ulmer und Neu-Ulmer Betrieben, in öffentlichen Einrichtungen und in Privathaushalten zwangsverpflichtet.

Im Mittelpunkt der zentralen Abendveranstaltung des AK 27. Januar um 20.00 Uhr im Stadthaus steht das größte Ulmer, in Ulm-Söflingen am „Roten Berg“ angesiedelte Zwangsarbeiterlager, in dem ab 1942 insgesamt bis zu 5.000 Personen – Kriegsgefangene und zivile „Fremdarbeiter“*innen – bei vollkommen unzureichender Ernährung und medizinischer Versorgung, eingesperrt waren, um unter menschenunwürdigen Umständen in den nahegelegenen Industriebetrieben des Ulmer Westens vor allem Rüstungsgüter zu produzieren. Die Veranstalter*innen zeichnen multiperspektivisch die Lebensbedingungen am „Roten Berg“ nach, gedenken der Opfer und beleuchten den Umgang mit Verfolgten, Tätern und dem Ort nach 1945.

Die Veranstaltung wird auch als Live-Stream über den Youtube-Kanal des DZOK angeboten:

https://www.youtube.com/@dokumentationszentrumobere1179/featured

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