Sonderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933–1945“
30. August – 6. November 2026 in der KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg
Die historisch-dokumentarische Ausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933–1945“ macht das Thema der Ausgrenzung und Verfolgung queerer Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus einem breiten Publikum zugänglich. Sie wurde 2024 im Auftrag der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Berlin erarbeitet und ist seitdem auf Wanderschaft.
Die vielfältigen und ambivalenten Lebensgeschichten queerer Menschen von 1933–1945 werden in der Ausstellung in fünf Themeninseln anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet, darunter auch bislang unveröffentlichtes Material. Die Ausstellung macht deutlich, wie queere Infrastrukturen zerstört und das Leben vieler Menschen gebrochen wurde, weil sie wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht in das rassistische Konzept der „NS-Volksgemeinschaft“ passten.
Sie beleuchtet Ausgrenzungs- und Verfolgungspraktiken, Haftgründe und Haftorte und zeigt gleichzeitig, wie verbliebene Handlungsspielräume im Alltag genutzt wurden. Erzählt werden also keineswegs nur Verfolgungsgeschichten, sondern auch Wege der Selbstbehauptung in einer widrigen Lebensrealität. Abschließend widmet sich die Ausstellung der Entwicklung nach 1945.
Die Ausstellung wird in der KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg in Ulm präsentiert und von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet, das lokale und Gegenwartsbezüge herstellt. Es umfasst neben Vortrag, Podiumsgespräch und Lesungen auch Führungen und Gesprächsmöglichkeiten in und zur Ausstellung.
Begleitprogramm
Sonntag, 30. August 2026, KZ-Gedenkstätte, 11 Uhr
Ausstellungseröffnung
Begrüßung durch Dr. Nicola Wenge, DZOK Ulm
Einführungsvortrag von Vorstand Helmut Metzner, Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Berlin: „gefährdet leben. Queere Menschen 1933–1945. Zu vergangenen und aktuellen Herausforderungen der Diskriminierung und Emanzipationsgeschichte queerer Menschen“
Vernissageführung mit Helmut Metzner
Samstag, 19. September 2026, KZ-Gedenkstätte, 15.30, 16.30, 17.30 Uhr
Kulturnacht 2026
Kurzlesungen aus historischen Quellen und Erkundungsmöglichkeiten der Sonderausstellung
Dienstag, 22. September 2026, Ort wird noch bekanntgegeben, 18 Uhr
Podiumsgespräch
Bestandsaufnahme zur Geschichte und Gegenwart von queerem Leben in Ulm
Donnerstag, 8. Oktober 2026, KZ-Gedenkstätte, 18 Uhr
Vortrag
Dr. Noah Munier, Universität Stuttgart: „Queeres Leben in Ulm und im deutschen Südwesten 1933–1945“
Montag, 19. Oktober 2026, KZ-Gedenkstätte, 18 Uhr – Eintritt: 5 €
Lesung
Miku Sophie Kühmel: „Hannah“ – Roman zu Hannah Höch – eine queere Liebe, eine neue Zeit, eine Befreiung. In Kooperation mit den Aegis Buchhandlungen
Sonntag, 1. November 2026, KZ-Gedenkstätte, 14.30 Uhr
Ausstellungsausklang
Finissageführung und Gespräch für Interessierte
Offene Führungen durch die Sonderausstellung (jeweils um 16.00 Uhr)
13. September 2026
27. September 2026
11. Oktober 2026
25. Oktober 2026
Führungen und Austauschmöglichkeiten für die queere Community
jeweils um 16 Uhr vor den Veranstaltungen am 8. und 19. Oktober 2026
Die Anmeldung zu den Führungen erfolgt vor Ort, eine gesonderte Anmeldung ist nicht notwendig. Individuelle Gruppenführungen sind nach Vereinbarung (mit ca. 14 Tagen Vorlauf) möglich.
Begleitheft
gefährdet leben. Queere Menschen 1933–1945
hg. von Helmut Metzner, Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Berlin
Die Publikation ist auf der Seite der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Berlin verfügbar:
Kosten, Kontakt, Anmeldung
Besuch der Sonderausstellung
Der Besuch der Sonderausstellung ist vom 30. August bis 6. November zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte sowie nach Vereinbarung möglich.
Eintritt: 5 € (ermäßigt 3 €) pro Person
Gruppenbuchungen
Gruppenführung in der Sonderausstellung (45 Minuten): 25 €
Kombinationsführung mit Besichtigung der KZ-Gedenkstätte (120 Minuten): 50 €
Eintritt: 2 € pro Person (Erwachsenengruppen), ermäßigt 0,50 € (Schulklassen)
Kontakt DZOK
Annette Lein
info@dzok-ulm.de
Telefon 0731 – 21312
Eine Ausstellung der

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