Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg

Sonderausstellung "Nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I-III"

„Nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I-III“ – unter diesem Titel haben die Stuttgarter Fotografen Kai Loges und Andreas Langen (die arge lola) Orte und Menschen in Oświęcim (Auschwitz) und Brzezinka (Birkenau) im Bild festgehalten. Ihre eindrucksvolle Fotoarbeit 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers ist hier online zu sehen, nachdem die Sonderausstellung in der KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg wegen Corona abgesagt werden musste. Gezeigt werden Ausstellungsinhalte und digitale Formate der Begleitveranstaltungen.

Haus und Garten von Emilia Kramarczyk. Brzezinka.

Haus und Garten von Emilia Kramarczyk. Brzezinka.

Die Ausstellung

Sie können hier die 50 für Ulm ausgewählten Bilder in einer Fotogalerie betrachten. Eine Einführung sowie eine Kombination der Fotos mit Kurztexten bietet die Ausstellungspublikation. Spannende Einsichten gibt ferner ein Hintergrundgespräch mit Autor Andreas Langen und Gedenkstättenpädagogin Annette Lein in der KZ-Gedenkstätte.

Fotogalerie

Ausstellungspublikation

Hintergrundgespräch

Hintergrundgespräch

Das Begleitprogramm

So perspektivenreich die Ausstellung ist, so vielgestaltig sind auch die Begleitveranstaltungen. Dabei legen Lesung, Audio-Gespräch und Kurzfilm den Schwerpunkt auf den Umgang der Deutschen mit Auschwitz von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Die Ulmer Angebote sind Teil des landesweiten Veranstaltungsprogramms „1945 – damals und heute“ in Kooperation mit der LAGG und der LpB.

Landesweites Veranstaltungsprogramm

Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955

Der Sachbuchautor Dr. Harald Jähner gibt in dieser Online-Lesung kommentierend Einblicke in seine viel beachtete Mentalitätsgeschichte der Nachkriegszeit, die 2019 den Preis der Leipziger Buchmesse gewann. Vorgeschaltet ist eine Begrüßung durch DZOK-Leiterin Nicola Wenge.

Digitale Lesung

Digitale Lesung

Demokratischer Rechtsstaat und (neo-)nazistischer Terror

Wie verfolgte die Justiz die Menschheitsverbrechen von Auschwitz? Wo stehen Staat und Gesellschaft heute im Umgang mit Rechtsterrorismus? Diesen u. a. Fragen stellt sich Dr. Mehmet Daimagüler, Opferanwalt im Lüneburger Auschwitzprozess, im NSU-Prozess und aktuell im Ulmer Prozess wegen eines Brandanschlags auf eine Romafamilie.

Audio-Gespräch M. Daimagüler und N. Wenge

Hintergründe zum Gespräch (mit Timecode)

Ulmer intergenerationelles Kunstprojekt

Lehrerin Anne Käßbohrer präsentiert als lokale Ausstellungsergänzung Kunstobjekte, die im Rahmen des Projekts „Nach der Sprachlosigkeit Worte finden“ entstanden. Schüler und Senioren hatte die Werke in Auseinandersetzung mit ihrer Auschwitzexkursion 2019 unter Leitung von Georg Kocheise, Anne Käßbohrer (Hans und Sophie Scholl-Gymnasium) und Karl Giebeler (Männerakademie vh Ulm) erarbeitet.

Projektvorstellung

Projektvorstellung

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Wenn Sie mehr über die lokalen Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus wissen möchten, besuchen Sie unsere Onlineausstellung „Erinnern in Ulm“ . Sie zeigt, wie in der lokalen Politik, Justiz und Gesellschaft von 1945 bis in die 2000er Jahre mit Schuld und Verantwortung umgegangen wurde. Ein Katalog bietet vertiefende Informationen.