Sonderausstellung Hirschfeld

Die Ausstellung zeigt zahlreiche historische Originaldokumente zum Leben und zur Verfolgungsgeschichte des renommierten Mediziners, nach dem seit Oktober 2021 ein Platz an der Universität Ulm benannt ist. Zu sehen sind Zeugnisse von Hirschfelds wissenschaftlicher Arbeit, aber auch Materialien der nationalsozialistischen Existenzvernichtungs-Bürokratie wie Vermögensaufstellungen, Inventarlisten und „Heimeinkaufsvertrag“. Doch das Ehepaar Hirschfeld kam nicht ins Altersheim, sondern ins KZ Theresienstadt, wo Hans Hirschfeld am 26. August 1944 starb. Die Ausstellung widmet sich auch der Zeit nach 1945, als Hirschfelds Werk von seinen Fachkollegen vereinnahmt und die Erinnerung an ihn aktiv getilgt wurde.

Die Ausstellung wurde konzipiert von Prof. Peter Voswinckel im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinischen Onkologie (DGHO). Ihre Präsentation in Ulm wird gefördert von der DFG und DGHO.

Die Präsentation der Ausstellung und das Begleitprogramm sind ein gemeinsames Projekt der Universität Ulm und des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg Ulm. Im Rahmen dieser Kooperation haben sich Medizinstudierende unter Anleitung von Prof. Steger und Prof. Gierschik sowie DZOK-Leiterin Dr. Nicola Wenge und Gedenkstättenpädagogin Annette Lein eingearbeitet, um Führungen für die Bürgerschaft zu übernehmen.

Rahmenprogramm

Pandemiebedingt wurden die Ausstellung und das Rahmenprogramm auf Mai 2022 verschoben.

Sonntag, 8. Mai 2022, 11.00 Uhr
Eröffnungsmatinee in der KZ-Gedenkstätte
Einführungsvortrag durch den Kurator Prof. Peter Voswinckel
Podiumsgespräch zur erinnerungskulturellen Verortung: Prof. Thomas Becker, Sven Vauth, Prof. Peter Voswinckel, Prof. Michael Wettengel, Dr. Jan Watzlawik, Dr. Nicola Wenge
Moderation: Prof. Peter Gierschik

Mittwoch, 11. Mai 2022, 16.15 Uhr
Vortrag in englischer Sprache

im Großen Hörsaal des neuen Trainingshospitals “ToTrainU” der Universität Ulm auf dem Campus Oberer Eselsberg (Meyerhofstr. M28, Haltestelle Botanischer Garten), in unmittelbarer Nähe des Hans-Hirschfeld-Kreisels.
„A brief history of eugenics: implications for medicine in the 21st century“
Dr. Allen Spiegel, Dean Emeritus des Albert-Einstein-College, aus New York zugeschaltet, die Veranstaltung wird auch live übertragen. Einladung der Universität mit Links zur Übertragung.

Sonntag, 29. Mai 2022 und Sonntag, 19. Juni 2022, 16.00 Uhr
Offene Führung durch Medizinstudierende der Universität Ulm
Weitere Führungsanfragen für Gruppen nimmt das DZOK ab sofort entgegen.

Kontakt, Kosten und Anmeldung

Besuch der Sonderausstellung
Besuch der Sonderausstellung von 8. Mai bis 19. Juni zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte sowie nach Vereinbarung möglich
Eintritt: 2 € (ermäßigt 0,50 €) pro Person

Gruppenbuchungen
Gruppenführung in der Sonderausstellung (30 Minuten): 20 €
Kombinationsführung mit Besichtigung der KZ-Gedenkstätte (90 Minuten): 40 €
Eintritt: 2 € (ermäßigt 0,50 €) pro Person

Kontakt
Annette Lein
info@dzok-ulm.de
Telefon 0731 – 21312