Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg

Aktuelles aus der Arbeit

Es ist uns auch in diesen Zeiten ein wichtiges Anliegen, Ihnen weiterhin Inhalte zu präsentieren und Sie über unsere Arbeit auf dem Laufenden zu halten.

Deshalb veröffentlichen wir hier regelmäßig Beiträge zu aktuellen Themen aus KZ-Gedenkstätte, Archiv, Bibliothek und Verein.

Wir erinnern u.a. an historische Daten wie den Tag der Befreiung in Ulm am 24. April und erzählen außergewöhnliche Familiengeschichten.

Außerdem entwickeln wir abwechslungsreiche Formate, um Sie an ausgewählten Veranstaltungen teilhaben zu lassen, die leider derzeit nicht öffentlich stattfinden können.

Mein Engagement im DZOK – Vorstand Werner Trägner stellt sich vor

Mein Engagement im DZOK – Vorstand Werner Trägner stellt sich vor

Quelle: Archiv DZOK

In unserer Videoreihe „Mein Engagement – Warum ein Ehrenamt im DZOK wichtig ist“ stellen wir Ihnen in den kommenden Wochen verschiedene Bereiche vor, in denen Sie sich ehrenamtlich bei uns einbringen können.

Zum Start der Reihe stellt sich unser Vorstandsvorsitzender Werner Trägner vor. Er ist seit fünf Jahren im DZOK engagiert. Im Video erklärt er seine Motivation dafür.

Haben Sie auch Lust bei uns mitzumachen?

Zum Beispiel als Guide oder Aufsicht in der KZ-Gedenkstätte, im Archiv oder unserer Bibliothek. Auch im Vorstand unseres Vereins können Sie viel bewegen.

Melden Sie sich gerne unter info@dzok-ulm.de oder 0731-21312!

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Die DZOK-Bibliothek stellt sich vor

Die DZOK-Bibliothek stellt sich vor

Zum Tag der Bibliotheken am 24. Oktober stellen wir Ihnen die DZOK-Bibliothek vor.

In der Bibliothek gibt es etwa 6.500 Bücher – vor allem zur allgemeinen, regionalen und lokalen Geschichte des Nationalsozialismus. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Widerstand und Verfolgung sowie zum Umgang mit dem NS nach 1945: Zur Nachkriegsjustiz, Erinnerungskultur, Gedenkstätten, Gedenkstättenpädagogik und zu den Themen Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Im Bibliotheksmagazin befindet sich zudem ein umfassender Bestand an historischer Literatur aus der Kaiserzeit, der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Dieser steht zu wissenschaftlichen und pädagogischen Zwecken zur Verfügung.

Die Bibliothek kann von allen kostenlos genutzt werden – allerdings können Bücher nur vor Ort eingesehen werden, eine Ausleihe ist nicht möglich.

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NS-Widerstand am historischen Ort und im Videospiel

NS-Widerstand am historischen Ort und im Videospiel

Quelle: (li.) Pressebild „Through the Darkest of Times“, Paintbucket Games 2020; (re.) Artikel über das KZ Oberer Kuhberg in der Widerstandszeitung „Tribunal“ im Sommer 1935, Archiv DZOK B 75


Sonderführung des DZOK und Vortrag von Kulturhistoriker Dr. Arno Görgen

In der Gedenkstättenarbeit finden Computerspiele bisher kaum Beachtung, gleichzeitig ist eine kritische Auseinandersetzung mit ihren Chancen und Risiken für die Darstellung von Geschichte ein spannendes Feld. Daher erörtern DZOK und der Kulturhistoriker Dr. Arno Görgen (Hochschule der Künste Bern) diese Themen am konkreten Beispiel der Darstellung des NS-Widerstands in der KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg und im Videogame „Through the Darkest of Times“ und diskutieren sie mit dem Publikum.

In einer Sonderführung erläutern Dr. Nicola Wenge und Josef Naßl (beide DZOK) anhand biografischer Beispiele und ausgewählter Schlüsseldokumente wie in der Ulmer KZ-Gedenkstätte an den NS-Widerstand in Württemberg erinnert wird. Im Anschluss daran widmet sich der Kulturhistoriker Dr. Arno Görgen (Hochschule der Künste Bern) der Frage, welchen Raum Computerspiele - wie z.B. das historische Strategiespiel „Through the Darkest of Times“ - für einen didaktischen Zugang zur Geschichte bieten und sich historischer Ort und virtueller Raum gewinnbringend verknüpfen lassen.

Regionale Lehrerfortbildung in der KZ-Gedenkstätte

Regionale Lehrerfortbildung in der KZ-Gedenkstätte

Vorbereitungsgespräch von DZOK-Leiterin, Gedenkstättenpädagogin und Lehrerdeputatsguides, Quelle: DZOK


Geschichtsvermittlung in Corona-Zeiten

Am 13. Oktober 2020 findet eine Lehrerfortbildung in der KZ-Gedenkstätte statt – zum Schutz aller Beteiligten mit unserem bewährten Hygienekonzept. Wir freuen uns sehr auf den persönlichen Austausch vor Ort.

Im Mittelpunkt der Fortbildung stehen neue Formate, die den Gedenkstättenbesuch erleichtern und den Geschichtsunterricht unterstützen sowie die Perspektiven von Schule und Gedenkstätte zusammendenken.

Neben einem Überblick über die aktuellen Möglichkeiten, die KZ-Gedenkstätte mit Schüler*innen zu besuchen sowie zu unseren gedruckten Materialien und Handreichungen, stellen wir interessierten Lehrkräften auch unsere neuen digitalen Angebote vor.

Sie sind gerade in den durch Einschränkungen und Homeschooling geprägten Pandemiezeiten ein sinnvolles Hilfsmittel für die Vermittlung von regionalen NS-Themen im Unterricht. Während der Veranstaltung können die Materialien und Formate nach individuellem Interesse selbst erprobt werden.

Einen Überblick zu unseren didaktischen Materialien finden Sie auch hier

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Start der DZOK-Vortragsreihe "Neue Forschung vorgestellt"

Start der DZOK-Vortragsreihe "Neue Forschung vorgestellt"

Quelle: Archiv DZOK

Zum Auftakt der DZOK-Vortragsreihe "Neue Forschung vorgestellt" präsentiert Johannes Lehmann, M.A. (DZOK) am 23. September 2020 die Ergebnisse seiner Masterarbeit über Martin Gottfried Weiß, den Kommandanten dreier Konzentrationslager (19.00 Uhr, vh Ulm, Unterer Saal).

Neben Prägung, Ausbildung, Motivation, Handeln und Selbstverständnis eines NS-Täters steht vor allem der Wandel des KZ-Systems von 1933 bis 1945 im Verlauf des "Dritten Reiches" und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Haft im Fokus des Vortrags.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der vh Ulm.


Der Vortrag kann auch über einen Live-Stream verfolgt werden, nachstehend finden Sie die Informationen zur Live-Übertragung.

Meeting-ID: 821 4573 4709
Kenncode: 983973

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Ferienkurs "Die bunte Welt der Vereine" zu Besuch in der KZ-Gedenkstätte

Ferienkurs "Die bunte Welt der Vereine" zu Besuch in der KZ-Gedenkstätte

Videodreh in der ehemaligen Kommandantur
Bild: e.tage Medienbildung

In der letzten Woche war der Sommerferienkurs „Die bunte Welt der Vereine“ der e.tage Medienbildung bei uns in der KZ-Gedenkstätte zu Besuch.

Die Teilnehmenden drehen unter Leitung von Medienpädagoge Jörg Zenker einen Film über verschiedene Vereine, die im Stadtjugendring organisiert sind. Nach einem Rundgang durch die Gedenkstätte wurden die DZOK-Mitarbeiterinnen Annette Lein und Mareike Wacha zur Geschichte des Konzentrationslagers und zur Entstehung des Vereins interviewt. Danach machten sie sich mit iPads auf die Suche nach spannenden Filmeinstellungen.

Zum Todestag von Dr. Kurt Schumacher

Zum Todestag von Dr. Kurt Schumacher

Dr. Kurt Schumacher, 1930.
Quelle: Archiv DZOK, A 339

„…die restlose Mobilisierung der menschlichen Dummheit“ bescheinigte Dr. Kurt Schumacher der NSDAP am 23. Februar 1932 in einer Rede vor dem Reichstag.

Schumachers kompromisslose Gegnerschaft zum Nationalsozialismus und sein Plädoyer für die Fortführung der verbotenen SPD-Arbeit im Untergrund führten zu seiner unnachgiebigen Verfolgung. Die Nationalsozialisten verhafteten den scharfsichtigen Politiker am 6. Juli 1933, inhaftierten ihn zunächst im KZ Heuberg und überführten ihn Weihnachten 1933 in das KZ Oberer Kuhberg, wo er besonderer Schikane ausgesetzt war. Isolationshaft und unmenschliche Haftbedingungen verschlechterten Schumachers Gesundheitszustand, der aufgrund einer Kriegsverletzung einarmig war.

Nach Auflösung des KZ Oberer Kuhberg 1935 wurde er ins KZ Dachau gebracht, weitere Stationen seines Leidensweges sind die KZ Flossenbürg und Neuengamme. Trotz dieser Erfahrungen organisierte er sofort mit Kriegsende die Wiedergründung der SPD. Als SPD-Vorsitzender und Oppositionsführer im Bundestag, war er einer der Gründerväter der Bundesrepublik.

Durch die gesundheitlichen Folgen der KZ-Haft schwer gezeichnet starb Dr. Kurt Schumacher am 20. August 1952.

Klangkostfest am Münsterplatz

Klangkostfest am Münsterplatz

Infobanner des DZOK im Rahmen des Klangkostfests

Das Klangkostfest des Festival Contre Le Racisme Ulm findet in diesem Jahr in anderer Form als gewohnt statt. Geplante Veranstaltungen und Führungen – u.a. mit dem DZOK werden verschoben. Dafür gibt es, noch bis kommenden Sonntag, die Ausstellung „Engagement in Ulm“ am südlichen Münsterplatz zu sehen. Neben zahlreichen Institutionen und Initiativen sind auch wir mit einem Infobanner vertreten.

Über die Nachholung ausgefallener Veranstaltungen des DZOK im Rahmen des diesjährigen Festival Contre Le Racisme informieren wir Sie rechtzeitig auf unserer Webseite und unseren Social Media-Kanälen.

Erinnerungszeichen am Ulmer Justizgebäude

Erinnerungszeichen am Ulmer Justizgebäude

Erinnerungszeichen für die Ulmer Opfer von NS-Zwangssterilisation und „Euthanasie“-Morden.

Quelle: Archiv DZOK
Foto: Georg Wodarz

Im Oktober 2019 wurde am Justizgebäude in der Olgastraße ein Erinnerungszeichen für die Ulmer Opfer von NS-Zwangssterilisation und „Euthanasie“-Morden eingeweiht.

In einem Video aus der Reihe „kultur@home“ erklärt DZOK-Leiterin Dr. Nicola Wenge, warum es nach intensiver Vorarbeit von Ulmer Bürger*innen, DZOK und dem Stadtarchiv und mit Unterstützung von Stadt, Land und Gericht hier errichtet wurde.

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Ex-dzokki zu Besuch in der KZ-Gedenkstätte

Ex-dzokki zu Besuch in der KZ-Gedenkstätte

Rundgang in der KZ-Gedenkstätte.
Quelle: Archiv DZOK

Vor Kurzem besuchte uns Theresa und nahm mit ihrer Familie an einer Führung in der KZ-Gedenkstätte teil. Als Schülerin hat sich Theresa lange in der Jugendgruppe des DZOK (dzokkis) engagiert. Sie erzählt, was ihr besonders in Erinnerung geblieben ist.

„Aus meiner Zeit als dzokki ist mir so vieles in Erinnerung geblieben: Spannende Bildungsfahrten und Veranstaltungen, eigene Führungen durch die Gedenkstätte und vor allem viele inspirierende Menschen! Sich am DZOK zu engagieren heißt, sich mit der Geschichte zu befassen, die vor unseren Haustüren stattgefunden hat. Hier geht es darum zu erfahren, was die Ereignisse von damals mit heute zu tun haben und wie wichtig es für uns alle ist, daran zu erinnern. Die Arbeit am DZOK hat mich dazu motiviert, Geschichte und Museumskommunikation zu studieren, um selbst in der Erinnerungs- und Bildungsarbeit tätig zu werden.”

Die Führung leitete Helen, die ein studienbegleitendes Praktikum im DZOK absolviert.

„Als wir noch zwei Handball-mannschaften zusammen brachten“

„Als wir noch zwei Handball-mannschaften zusammen brachten“

Jüdische Handballmannschaft auf Sportplatz in Neu-Ulm, Mitte der 1930er Jahre.
Quelle: privat

Jüdisches Leben in Ulm vor der Massen-Auswanderung 1938

Ein berührendes Zeitdokument erhielt das DZOK am 27.5.2020 von der ältesten Zeitzeugin Ulmer jüdischer Geschichte – Ann Dorzback, geb. Wallersteiner.

Die 99-jährige, die 1939 aus ihrer Heimatstadt fliehen musste, ihr aber bis heute eng verbunden ist, verfügt über zahlreiche historische Fotos.
Als kleinen Gruß schickt sie bisweilen einzelne Dokumente an das DZOK.

Sie schrieb dazu:
„Anbei ein Foto auf dem Neu-Ulmer Sportplatz, vor der Massen-Auswanderung, als wir noch zwei Handballmannschaften zusammenbrachten. A und B. Das 'B'-Team (anbei) spricht Bände, diverse Altersklassen und Kenntnisse vereinigt die Teilnehmer nur durch 'Freude am Sportplatz'."

Schachspiel eines Kuhberg-Häftlings

Schachspiel eines Kuhberg-Häftlings

Schachspiel des Kuhberg-Häftlings Benno Fischer.
Quelle: Archiv DZOK

Von November 1933 bis Juli 1935 befand sich im Fort Oberer Kuhberg ein frühes Konzentrationslager des Landes Württemberg. Hier waren mehr als 600 politische und weltanschauliche Gegner des NS-Regimes inhaftiert. Der Lageralltag im KZ Oberer Kuhberg war geprägt von Ungewissheit, Verzweiflung und dem Terror des Kommandanten und der Wachmannschaften.

In einem Video aus der Reihe „kultur@home“, das gemeinsam mit der Kulturabteilung der Stadt Ulm entstand, möchten wir Ihnen einen Gegenstand vorstellen, der zeigt, wie sich die Häftlinge im Lageralltag behaupteten.

Das Video finden sie hier:

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Neue pädagogische Materialien zum Umgang mit menschenverachtender und demokratiefeindlicher Sprache

Neue pädagogische Materialien zum Umgang mit menschenverachtender und demokratiefeindlicher Sprache

In einem Video aus der Reihe „kultur@home“, das gemeinsam mit der Kulturabteilung der Stadt Ulm entstand, stellen wir Ihnen unsere neue Handreichung „Man wird ja wohl noch sagen dürfen…: Zum Umgang mit menschenverachtender und demokratiefeindlicher Sprache“ vor. Sie erschien im Frühjahr 2020.

Gerade junge Menschen sind im Alltag und in den sozialen Netzwerken häufig mit rassistischen, antisemitischen oder antiziganistischen Äußerungen konfrontiert. Dabei wissen viele nicht, dass aktuelle menschenverachtende Sprache Kontinuitäten aus dem Nationalsozialismus aufweist.

Um Jugendliche dafür zu sensibilisieren und ihnen Möglichkeiten zur Entwicklung von Gegenpositionen aufzuzeigen, haben wir eine Handreichung für Lehrkräfte und andere Multiplikator*innen mit Arbeitsbögen entwickelt. Sie ermöglicht unter Verwendung zahlreicher lokaler Quellen einen genauen Blick auf Hasssprache im Nationalsozialismus und heute ermöglicht.

Das Video finden Sie hier

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Online-Angebot zum Internationalen Museumstag

Online-Angebot zum Internationalen Museumstag

Zum Internationalen Museumstag am 17. Mai 2020 haben wir ein besonderes Online-Angebot für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren entwickelt.

Da der Internationale Museumstag in diesem Jahr leider nicht in gewohnter Weise vor Ort stattfinden kann, möchten wir mit diesem virtuellen Angebot einen kleinen Einblick in die KZ Gedenkstätte und die Geschichte des historischen Ortes geben.

In interaktiven Themen-Bausteinen können Kinder und Jugendliche z.B. die Räume des ehemaligen KZs und deren Bedeutung entdecken sowie Teile des Außengeländes digital erkunden, mehr über die Häftlinge erfahren oder Antworten auf die Frage entwerfen, was die Geschichte mit ihnen zu tun hat.

Zum Online-Angebot gelangen Sie hier:

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Tagungsbericht erschienen

Tagungsbericht erschienen

Tagungsprogramm „Historisches Wissen und gesellschaftlicher Bildungsauftrag am Beispiel des Nationalsozialismus in Oberschwaben“,
10.-11. März 2020, Weingarten.
Bild: Archiv DZOK

Im März 2020 trafen sich über zwanzig Vertreter*innen ganz unterschiedlicher Museen, Gedenkstätten, Dokumentationszentren, Forschungseinrichtungen und weiterer Initiativen zu einem 2-tägigen Austausch über neue Forschungs- und Vermittlungsansätze zur Geschichte des Nationalsozialismus in der Region Südwürttemberg zwischen Schwäbischer Alb und Bodensee sowie der angrenzenden Gebiete.

Nicola Wenge (DZOK) und Katharina Witner (Forschungsbereich Geschichte und Ethik der Medizin des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) Südwürttemberg / Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm) haben dazu einen Tagungsbericht erstellt, der vor wenigen Tagen über das Fachportal H-Soz-Kult veröffentlicht wurde.

Sie finden den Bericht hier zum Nachlesen:

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Schrittweise Wiedereröffnung der KZ-Gedenkstätte ab Pfingsten

Schrittweise Wiedereröffnung der KZ-Gedenkstätte ab Pfingsten

Unterirdische Häftlingsunterkünfte, KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg.
Quelle: Archiv DZOK

Aktuelles zur Wiedereröffnung der KZ-Gedenkstätte mit Informationen zu Führungen und Anmeldung finden Sie hier:

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In der KZ-Gedenkstätte können ab 31. Mai 2020 - unter Wahrung der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen - wieder Führungen stattfinden. Nach Voranmeldung können Sie in kleinen Gruppen unsere Dauerausstellung "Die Würde des Menschen ist unantastbar", Teile des Außengeländes und auch die ehemaligen Häftlingsunterkünfte besichtigen. Wir erzählen die Geschichte des Ortes, der von 1933 - 1935 ein frühes Konzentrationslager des Landes Württemberg war.

Als kleiner Einblick in die KZ-Gedenkstätte und als Einladung zu einem Besuch entstand mit Unterstützung der städtischen Kulturabteilung ein Video in der Reihe "kultur@home". Gedenkstättenpädagogin Annette Lein stellt Ihnen die unterirdischen Häftlingsunterkünfte vor und erinnert an den Haftalltag der Menschen, die aufgrund ihrer politischen Haltung verfolgt wurden und hier eingesperrt waren.

Das Video finden sie hier:

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27. April 1945 – Befreite württembergische Häftlinge des KZ Buchenwald

27. April 1945 – Befreite württembergische Häftlinge des KZ Buchenwald

Befreite württembergische Häftlinge des KZ Buchenwald auf einem Gruppenfoto vor einem Wachturm am 27. April 1945, darunter auch: v.l.n.r. stehend: Fritz Rieckert (5.), Albert Fischer senior (8.), Emil Benz (11.), Josef Schuhbauer (13.), v.l.n.r kniend: Alois Lohr (4.).

Quelle: Archiv DZOK, A 199

Für die politischen Verfolgten bedeutete die Befreiung ein Ende von zwölf Jahren der Repression und des Terrors im KZ-System. Einige von Ihnen, wie die Ulmer Alois Lohr und Josef Schuhbauer oder der Landtagsabgeordnete Albert Fischer, waren bereits 1933 in die frühen Konzentrationslager, wie das KZ Oberer Kuhberg in Ulm, verschleppt worden und hatten alle „Stationen zur Hölle“ durchlaufen.

Viele der überlebenden politisch Verfolgten hofften 1945 auf einen radikalen Neubeginn und engagierten sich mit großem Einsatz für ein neues, demokratisches Deutschland. Andere versuchten sich in der Nachkriegsgesellschaft wieder ein normales Leben aufzubauen. Sie kämpften dabei mit den gesundheitlichen Folgen der Haft und dem Desinteresse der Verdrängungsgesellschaft.

Die Biografie von Albert Fischer aus dem Sammelband „Mut bewiesen“, veröffentlicht 2017, finden Sie hier:

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25. April 1945 – Befreiung der Zwangsarbeiter*innen in Ulm

25. April 1945 – Befreiung der Zwangsarbeiter*innen in Ulm

Das Foto vom 25. April 1945 zeigt befreite Zwangsarbeiterinnen zusammen mit einem alliierten Soldaten vor der Kulisse der Stadt Ulm.

Quelle: Archiv DZOK, B 861

Für die tausenden Zwangsarbeiter*innen, die auch in Ulm bis in die letzten Kriegstage unter unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen litten, war mit dem Einmarsch der alliierten Truppen die ersehnte Freiheit gekommen. „Endlich. Endlich ist es soweit. Wir sind frei! Die Befreier, auf die wir solange gewartet hatten, sind endlich da.“ So beschreibt die 17-jährige Polin Gabriela Knapska ihre Stimmung. Sie war zusammen mit ihrer Schwester Jolanta aus Lodz nach Ulm verschleppt worden, um für die Firma Telefunken Zwangsarbeit zu leisten.

Die befreiten Zwangsarbeiter*innen lebten zum Teil noch monatelang in Ulm. Ihr neu gewonnenes Freiheitsgefühl mischte sich vor dem erfahrenen Leid und fortdauernder Ablehnung durch Teile der Ulmer Bevölkerung zu einer ambivalenten Erinnerung an das „schöne schreckliche Ulm“. 1997 hat das DZOK 130 dieser Erinnerungen unter den gleichnamigen Titel als Buch herausgegeben.

Eine dieser Erinnerungen finden Sie hier:

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24. April 1945 - 75 Jahre Kriegsende in Ulm

24. April 1945 - 75 Jahre Kriegsende in Ulm

In der Ulmer Hirschstraße gehen am 24. April 1945 Wehrmachtssoldaten, begleitet von amerikanischen Soldaten, in die Kriegsgefangenschaft.

Quelle: Archiv DZOK, C 121

Ulm, Frühjahr 1945. Eine Chronik, Mitteilungen 62:

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In den nächsten Tagen möchten wir hier und in den Sozialen Medien verschiedene Perspektiven auf das Kriegsende und die Befreiung präsentieren.

Am 24. April 1945 endet der Zweite Weltkrieg für Ulm mit der Besetzung durch amerikanische Truppen. Die Stadt ist schwer zerstört, ihre Versorgung gefährdet, die Verwaltung stark dezimiert. Der politische Zusammenbruch des NS-Regimes und die militärische Niederlage betreffen jeden Einzelnen und sind mit unterschiedlichsten Erfahrungen verbunden.

Das Jahr 1945 war der Beginn eines schwierigen Demokratisierungsprozesses, der maßgeblich durch die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus geprägt war. Heute werden Demokratie und Menschenrechte erneut offen in Frage gestellt.

Aus diesem Grund haben die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und Repräsentanten aller obersten Thüringer Verfassungsorgane eine Erklärung veröffentlicht, die dazu aufruft die historische Verantwortung zu wahren und Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen.

Wir laden Sie ein, sich dieser Erklärung anzuschließen.

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Die Lebrechts in Ulm

Die Lebrechts in Ulm

Letztes gemeines Familienfoto in Ulm (v.l.): Walter, Curt, Heinrich, Hans, Rosa und Wilhelm Lebrecht, 1936

Quelle: Archiv DZOK

Anlässlich der letzten Stolpersteinverlegung Anfang März dieses Jahres kamen Angehörige der jüdischen Familie Lebrecht in Ulm zusammen. 80 Jahre, nachdem die Familienmitglieder aus der Stadt hatten fliehen müssen, brachten sie aus Chile ein ganz besonderes Objekt nach Ulm zurück und übergaben dem DZOK unbekannte Familienfotos, um ihre Geschichte zu erzählen.

Für die Familienangehörigen sowie auch für uns war der Besuch in Ulm das letzte große Treffen, bevor wir alle wegen des Corona-Virus in Kontaktsperre gehen mussten. Und so ist dieser Film auch ein Gruß an die Lebrechts in Zeiten der Isolation.

Das Video mit DZOK-Leiterin Dr. Nicola Wenge ist Teil der Reihe „kultur@home“, das für den Youtube-Kanal der Stadt Ulm aufgenommen wurde. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Kulturabteilung für die Unterstützung.

Das Video finden Sie hier

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