Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg

Nach der Machtübertragung intensivieren die Nationalsozialisten ihre Propaganda in nie da gewesenem Maß. Staatsfeiertage, Gedenktage der Partei und „brauchtümliche“ Feiertage bilden als Alternative zu den Festen des Kirchenjahrs das NS-Feierjahr und bringen die gleichgeschaltete „Volksgemeinschaft“ bei öffentlichen Kundgebungen zum sichtbaren Ausdruck. Der 1. Mai wird zum „Tag der Nationalen Arbeit“ umgestaltet. Dabei werden Symbole und Parolen der Arbeiterbewegung wie „Arbeit und Brot" vereinnahmt.

Mit den vorgeblichen Erfolgen bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sollen die Arbeiter für die „Volksgemeinschaft“ gewonnen werden. Wo die Faszination der NS-Kundgebungen und die Versprechen der Propaganda versagen, zeigt das Regime sein wahres Gesicht der Gewalt: Mit Terror wird jeder bedroht, der sich der Gleichschaltung zu entziehen versucht.