Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg
Eingang zum Krankenrevier.

Eingang zum Krankenrevier.

Im KZ Oberer Kuhberg erkrankte Häftlinge wurden in der Krankenstation versorgt, die in einer ehemaligen Wurfbatterie untergebracht war. Sie enthielt sechs Betten. Die Patienten wurden „betreut“ von SA-Sanitätern und einem jungen, in der Stadt Ulm niedergelassenen Arzt, der nach Häftlingsaussagen durchschnittlich einmal pro Woche in das Lager kam.

Die Versorgung der Kranken, die vor allem unter Magen-Darmerkrankungen, Erkältungen und Rheuma litten, beschränkte sich in der Hauptsache auf die Verabreichung von Tees. Lebensgefährlich erkrankte Häftlinge wurden nach Hause entlassen, wo einige von ihnen kurz darauf an den Haftfolgen starben.

Ein aus dem Besitz des Lagerarztes stammendes Fotoalbum mit Erinnerungsfotos aus der Zeit um 1934 ist das wichtigste visuelle Zeugnis zum KZ Oberer Kuhberg und enthält auch mehrere Aufnahmen vom Eingang zum Krankenrevier.